Also vor allem in Marketingmaterial (und genau das ist ja eine Serverbeschreibung), sollte man nicht nur extremst auf korrekte Rechtschreibung achten, sondern auch auf Wortwahl, Satzlänge und Struktur. Die Anzahl der Wörter, die ein Besucher liest, fällt sehr schnell ab. Du hast daher in der Regel 1-2 Sätze, die zumindest noch inhaltlich überflogen werden. Das ist dein Budget. Wie auch immer du dich präsentierst, du hast wenige Sekunden Aufmerksamkeit und daher ist es nicht nur wichtig, dass dein Beitrag orthografisch korrekt ist, sondern vor allem, dass jedes Einzelne mit einem Sinn platziert wurde.
Ein fehlendes Satzzeichen, ein fehlender Buchstabe oder andere Fehler, die man mit Wurstfingern erklären kann, kann ich da verzeihen, aber wenn bereits in deinem ersten Satz mehrere Fehler sind, kann das Produkt dahinter ja nicht sonderlich besser sein. Rechtschreibung ist ja kein Selbstläufer. Aufgrund der Art und Weise, wie wir Texte lesen, hat sich eine Sprache herausgebildet, die sich leicht lesen lässt. Schreibfehler und merkwürdige Satzkonstruktionen stören den Lesefluss und verhindern zudem, dass Menschen mit schlechteren Lesefähigkeiten, deine Nachricht verstehen. Von daher gibt es halt keine Ausrede, sofern man ernsthafte Ambitionen hat, gesehen zu werden.
Interessant ist auch, dass immer mehr englische Grammatik in die deutsche Sprache sickert. So z.B. das Genetiv-S mit Apostroph bei Namen, die auf "s" enden. Oder die Pluralbildung von englischen Lehnwörtern mit Y-Endung und "ies". Persönlich Dinge, die mir sofort negativ auffallen, da es halt zeigt, dass die Person in dem Bereich wenig Kompetenz besitzt. Die deutsche Rechtschreibung hat zwar tatsächlich einige sehr komplizierte Fälle, die man berücksichtigen muss, aber das heißt nicht, dass man es nicht zumindest versuchen kann. Wenn man nicht dann auf ordentliche Orthografie achtet, wenn es drauf an kommt, dann fehlt einem nämlich die Übung.
Bei Onlinechats sieht es dann noch etwas anders aus, da man hier ja häufiger auch eher ein Gespräch führt und sich Satzstruktur in gesprochenen Worten durchaus unterscheiden können, wobei ich mich persönlich auch in Chatnachrichten bemüh, auch wenn es mir da selbst fast nie auffällt, wenn jemand durchgehend Satzzeichen und die Shift-Taste ignoriert.
Warum ich das aber eigentlich so ausführlich beschreibe ist diese interessante Studie, die herausgefunden hat, dass selbst so etwas simples wie ein Punkt am Satzende eine Auswirkung auf den Leser hat, wenn auch eher eine Negative
A team of researchers led by Celia Klin, associate professor of psychology and associate dean at Binghamton University's Harpur College, recruited 126 Binghamton undergraduates, who read a series of exchanges that appeared either as text messages or as handwritten notes. Based on the...
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